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„Fremdenzimmer“ – Regie

ORF KulturHeute 21.11.2014

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Fremdenzimmer im Dschungel Wien
Seit genau 25 Jahren gibt es die UNO-Kinderrechtskonvention. Grund für die UNICEF, verstärkt auf die Rechte von Kindern hinzuweisen. Vor allem die Situation der jugendlichen Asylwerber wird immer präkerer. Das Theater Dschungel Wien hat jetzt mit Flüchtlingen und Schauspielern ein aktuelles Stück erarbeitet. „Fremdenzimmer“ heißt es.

Kurier 20.11.2014

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An manchen Stellen ist dir zum Heulen, an anderen musst du zwangsläufig herzhaft (mit)lachen – am Ende wirst du zum Mitfeiern eingeladen. […]

Profil 20.11.2014

Regisseur Michael Alexander Pöllmann verwob die individuellen Erfahrungen der Vertriebenen (Flucht, Behördenschikanen) ebenso wie deren Emotionen zu einem performativen Gesamtkunstwerk. Das Publikum wird aus seiner Komfortzone geholt und muss auf dem Boden der Bühne Platz nehmen, während im Zuschauerraum das Geschehen mittels Overheadprojektoren um eine grafische Ebene erweitert wird […] Sehenswert.

Junge Kritik 05.12.2014

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Auf Augenhöhe mit dem Publikum.
„Fremdenzimmer“ vom Theaterkollektiv werk 89 in Zusammenarbeit mit Flüchtlingen wechselt gewohnte Perspektiven. Die Schauspieler bewegen sich unter der Regie von Michael Alexander Pöllmann durch das Publikum und sprechen es direkt an. Grenzen werden abgetragen: zwischen Bühnen- und Zuschauerraum, zwischen Rolle und Identität, zwischen Fiktion und Authentizität. […]
Berührend und aufrüttelnd […]
Ironie ist ein Ausweg aus dem unmenschlichen Zustand des Wartens in einem Fremdenzimmer – nach dem oft tragischen Verlust der Heimat. Ein anderer ist das gemeinsame Feiern und so sind nach dem Stück alle zu einem kleinen Essen eingeladen. Wie heißt es doch so schön: Beim Essen kommen die Leute zusammen!

 

 

„Dog Stories“ – Regie

Kurier, 08.03.2014

Ein wahrhaftes Feuerwerk an Schauspielkunst, Comedy, mitreißender Performance mit sehr deutlich und kraftvoll zu spürender riesengroßer Spielfreude und -lust, streckenweise sehr trashig, absurd und doch mit so manchen stillen, nachdenklich machenden Momenten – das ist die wunderbare Umsetzung von „Dog Stories“ des chinesischen Autors Meng Jinghui (孟京辉) durch Yap Sun Sun und Suse Lichtenberger in der Regie von Michael Alexander Pöllmann.
[…] Ein weiteres Stück lustvoller grundsätzlicher Gesellschaftskritik!

Junge Kritik, 14.03.2014

Frontal, laut und rockig!
[…]Eines wird deutlich: hier ist eine Bühne und darauf wird gespielt, performt, improvisiert, Musik dargebracht. Und so sieht auch das Bühnenbild aus: wie eine Mischung aus Rockkonzert und nächtlicher Baustelle.
[…]Das Stück legt zwar den chinesischen Ursprung offen, wird aber auf eine allgemeingültige Gesellschaftskritik gehoben. Es verbrüdert sich mit den Underdogs, erzählt von ihrem Streben nach Glück und zeigt mit rockig-rotziger Schnauze, dass Aufbegehren manchmal besser ist als blinder Gehorsam. Frech, atemlos nach Luft schnappend, sich bis zur Clownerie selbst überschlagend.

 

 

„Unterwegs mit Gulliver“ – Schauspiel

Kurier, 06.12.2013

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Michael Alexander Pöllmann […] zeichnet sich durch viel Spielwitz und –freude aus, die eigentlich nie gespielt wirkt – einfach echt herzlich, verspielt kraftvoll, vielschichtig.

Junge Kritik, 11.12.2013

Dr. Lemuel Gulliver (Michael Alexander Pöllmann) sieht bereits aus wie ein Schiffbrüchiger: barfuß, mit nicht mehr als einem gestreiften Leibchen und  abgewetzten Kniehosen. Doch er ist bemerkenswert gut gelaunt. […]

Mit einem ausgezeichneten Tempogefühl […] gleitet von Pointe zu Pointe und von Höhepunkt zu Höhepunkt […]

 

 

„Werther the playlist“ – Schauspiel

Kurier, 23.10.2013

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Großartig spielt Michael Alexander Pöllmann in der Rolle des schmachtenden, leidenschaftlichen, für die Liebe plädierenden Werther.[…] Überzeugend wirkt nicht zuletzt Pöllmanns Werther gegen Ende: Nicht Verzweiflung, sondern Gewissheit – über die Liebe zu Lotte und die Unmöglichkeit, sie ausleben zu dürfen.

Theatania , 06.01.2014

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In einer gelungenen Symbiose aus Goethe’scher Sprache und bekannten Liebesliedern aus den Hitparaden der letzten Jahre, dass sich die großen Gefühle des Verliebtseins damals wie heute um nichts unterscheiden.

Maria Lohn als Lotte und Michael Alexander Pöllmann als Werther sind ein furchtbar süßes Pärchen, die alle Aspekte des Verliebtseins durchleben und humorvoll durchleuchten: das Unsinn reden und Unsinn machen, das nicht Essen können, das himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt sein.

 
 

„Bär und Maulwurf“ – Regie

Junge Kritik 19.01.2015

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ein riesengroßes Fest der Theatermittel

 

 

„Madame Bovary“ – Schauspiel

Kurier, 07.07.2013

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Sensationell und berührend: Michael Pöllmann als geschundener Hausbursch. Sehr, sehr fein.

Mottingers Meinung, 06.07.2013

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Ein Sonderapplaus gilt Michael Pöllmann als stummem Krüppel Hippolyte.

Die Presse, 08.07.2013

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Das Ensemble ist gut.
Köstlich: Peter Matíc als Apotheker, Marianne Nentwich als seine Frau.
Eindrucksvoll: Elisabeth Augustin als Emmas Schwiegermutter.
Grandios: Michael Pöllmann als behinderter Diener Hippolyte.
Die Festspiele Reichenau haben heuer eine starke Saison.

 

 

„Katja und Kotja“ – Regie

Kulturwoche.at, 2012

Fokussiert auf die Wahrnehmung des Kindes nähern sich Michael Pöllmann (Regie) und Julia Perschon (Dramaturgie) einer schwierigen Thematik und schaffen so einen eindrucksvollen Zugang. […]
Das gibt dem Stück nicht nur eine fixe Struktur, sondern sorgt auch für ein entspanntes Gleichgewicht zwischen Ernsthaftigkeit und Komik. Schließlich gelingt es das Publikum mit zartem Humor an die Geschichte zu binden, ohne auch nur ein einziges Mal platt daherzukommen. Ein Meisterstück…

Die Jurybegründung des Stella13 – Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum
„Der Spezialpreis der internationalen Jury möchte eine Gruppe Persönlichkeiten ehren, die sich der schwierigen Aufgabe stellte, ein unsagbar erschreckendes Ereignis für Kinder aufzuarbeiten. Ein Ereignis, das in seiner Dimension auch für Erwachsene kaum zu begreifen ist. Die Künstler und Künstlerinnen beeindruckten durch ihre respektvolle, bescheidene und ernsthafte Herangehensweise. Es gelingt ihnen auf berührende Art, ihr junges Publikum mit Humor und Sensibilität zu verzaubern. Sie nehmen sich Zeit, lassen Bühnensituationen wirken, schwingen keine pädagogische Keule und gehen achtsam mit den Zuschauern um, denen genügend Raum für eigenes Fühlen und Denken zugestanden wird.“

Nominierung: Stella13 – Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum
„Das musikalisch-visuelle Erzähltheater KATJA & KOTJA zeigt ein besonders schönes Zusammenspiel von Schauspiel, Text, Live-Musik und Lichtstimmungen und nimmt sich dabei mutig, lebendig und fast spielerisch der Themen ‚Verlust’ und ‚Abschied’ an. Kinder schaffen sich ihre eigenen Erklärungen mit oft nüchternen und kindlichen Imaginationen. Eine Fähigkeit, mit der wir ‚nüchtern betrachtet’ kaum umgehen wollen. werk89 nimmt diese Herausforderung an. Die Inszenierung vertraut der Vorlage und dennoch ist sie weit mehr als deren pure Illustration auf der Bühne. Die Geschichte mit dem bedrohlichen Szenario im Hintergrund wird mutig erzählt, ohne pathetisch zu sein und vermittelt trotzdem eine durchgehend poetische Atmosphäre, die schlichte Ausstattung mit wunderschönen Projektionen und dem assoziativ vielseitig eingesetzten Gitarrenspiel von Martin Hemmer vervollständigt die gelungene Umsetzung.“

 

 

„Besuch bei Katt und Fredda“ – Schauspiel

Kurier

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Wunderbar spielt das Duo [Michael A. Pöllmann & Michèle Rohrbach] die feinsten Veränderungen – durch Färbung der Sprache, durch Blicke, Mimik.
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„Drei Schwestern“ – Schauspiel

Die Furche 07.07.2011

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Als ein Glücksgriff erweist sich die Besetzung des Unteroffiziers Fedotik mit dem Nachwuchstalent Michael Pöllmann, der mit wenigen kurzen aber charmanten Auftritten Akzente zu setzen vermag.

Die Presse 07.07.2011

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Michael A. Pöllmann sorgt für ein wenig unbeschwerte Fröhlichkeit als Unterleutnant Fedotik. […]

 

„Dirty Rich“ – Regie

Wiener Zeitung 23.02.2011

„Zwischen Hybris und Verletzlichkeit

„Bearbeitung“ ist vermutlich irreführend angesichts der grundlegenden, vor allem sprachlichen Neudeutung, die Luk Perceval und Tom Lanoye in ihrer Shakespeare-Variation „Dirty Rich Modderfocker der Dritte“ vorgenommen haben; da fließt in beinahe jedem Satz Englisch wie selbstverständlich in Deutsch über, wird Shakespeares Sprache mit zeitgenössischem, aggressivem englischen Straßen-Slang vermischt – und das alles ohne dass das Gefühl aufkäme, hier würde dem Shakespeare’schen Original irgendein Unrecht angetan. Das Theaterkollektiv werk89 hat nun die Geschichte des macht-süchtigen Richard III. unter dem Titel „Dirty Rich“ mit drei Darstellern auf die Bühne des Dschungel Wien gebracht.

Die Entscheidung, die bereits komplexe Textfassung noch durch Originaltexte bekannter Amokläufer zu ergänzen, mag vielleicht zunächst überflüssig klingen – unter der fesselnden Regie Michael Pöllmanns verschwimmen die verschiedenen Elemente jedoch zu einem stimmigen Ganzen, an dessen Ende Richard, zerrissen von Hybris und Verletzlichkeit, als Amokläufer – und der Amokläufer wiederum, erfreulich vielschichtig, als „Schurke“ von Shakespeare’schen Ausmaßen erscheint. Dass das gelingt, verdankt sich nicht zuletzt dem grandiosen Ensemble, das mit außergewöhnlicher Kraft seine Figuren spielt: Immer wieder fließen die Sprechszenen in präzise und spannend choreographierte Tanzszenen über, und es ist verblüffend, dass die bereits überzeugenden Schauspieler sich auch noch als derart gute Tänzer entpuppen. Dass „Dirty Rich“ bei alledem in einem Theaterhaus für junges Publikum gespielt wird und dabei genau die richtige Mischung aus Vielschichtigkeit und einer Inszenierungsweise, zu der auch junge Menschen einen Zugang finden, bietet, kann dabei als ein seltener Glücksfall bezeichnet werden.“

Kurier 22.02.2011

Kranker König und Amokläufer

Extrem gelungener Mix aus Sprech- und Tanztheater: Dirty Rich im Dschungel Wien

Drei coole, ziemlich jung wirkeden TypInnen. Dunkel gekleidet. „Fucking“ ist – im wohl ersten Viertel des Stücks, das Wort, das am häufigsten vorkommt. Und es wirkt kein einziges Mal zwanghaft auf jugendlich machend aufgesetzt. Der Mix aus Englisch und Deutsch fließt – ein sprachlicher Flow. Der (mehr als) ergänzt wird durch Tanzszenen, die einander extrem gelungen abwechseln mit Schauspiel. Jakob Beubler (Rich), Florian Kaufmann (Georgie und etliche andere Figuren) und vor allem Maria Spanring als King Eddy ebenso wie als Anna (und weitere) verweben gekonnt Shakespears Richard III und die Opfer in seiner Verwandtschaft mit Typen wie Eric Harris und dessen Opfer in Littleton.
Knapp eineinhalb Stunden bietet das Trio perfektes Spiel und ebensolchen Tanz, von dessen Mix mit der schon erwähnten F-wort-haltigen Sprache, der Funke auf das jugendliche Publikum gleich in der ersten Vorstellung übersprang.
Und obendrein tiefschürfende Denkanstöße mitgibt. […]

Die Gemeinsamkeit sah Regisseur Michael Pöllmann, als er „Schlachten“, acht Shakespeare-Dramen in einer Fassung von Tom Lanoye und Luc Perceval zufällig (wieder) las, als sich der Amoklauf im deutschen Winnenden abspielte. Da gibt’s doch jeweils Männer, die zu Außenseitern werden, ihre ständige Zurücksetzung mit Gewalt, mit Macht über Leben anderer ausgleichen wollen, anderer – und ihr eigenes Leben auslöschen…

Standard 23.02.2011

Mit Dirty Rich verknüpft Regisseur Michael Pöllmann Tom Lanoyes und Luk Percevals Shakespeare-Bearbeitung (über den Aufstieg von Richard III.) und Amoklauf. […] Die Parallelen hätten danach geschrien, kombiniert zu werden, erklärt Pöllmann den Hintergrund des Stückes. Sie fühlten sich minderwertig und töteten aus Verzweiflung. So entstanden zwei Handlungsstränge, die sich immer wieder überlagern und am Ende kaum mehr voneinander zu trennen sind.

Unkonventionell wie der Inhalt ist auch der Text. Vulgäre Ausdrücke unterbrechen Shakespeare-Dichtung. Tim K.s Zitate werden einmal ruhig vorgelesen, dann wieder laut inszeniert. […]

Der Stoff ist aktueller denn je.“

Kulturjournal  21.02.2011

Theaterstück über Amoklauf
Fast zwölf Jahre ist es her, als an der Columbine Highschool in Littleton zwei Jugendliche 13 Schüler und Lehrer bei einem Amoklauf getötet haben. Das Massaker von Littleton hat schon Filmemacher wie Gus van Sant („Elephant“) und Michael Moore („Bowling for Columbine“) inspiriert, jetzt nimmt sich ein Theaterstück im Dschungel Wien der Thematik an.

In „Dirty Rich“ wird das School Shooting dem Stoff von Shakespeares „Richard III“ gegenübergestellt. Das Stück setzt sich mit Themen wie Gewalt und Aggression, Narzissmus, Streben nach Macht, sozialer Ausgrenzung und der Suche nach Anerkennung und Liebe auseinander.
Anregung durch Luk Perceval
Am 20. April 1999 stürmen der 18-jährige Eric Harris und der 17-jährige Dylan Klebold die Columbine Highschool in Littleton und erschießen 13 Schüler und Lehrer und schließlich sich selbst.

Regisseur Michael Pöllmann ist zu diesem Zeitpunkt selbst knapp 17 Jahre alt – als er zehn Jahre später am Konservatorium in Wien Schauspiel studiert, setzt er sich mit dem Stück „Schlachten“ von Tom Lanoye und Luk Perceval auseinander, jenem zwölfstündigen Shakespeare-Konzentrat aller Königsdramen, das bei den Salzburger Festspielen gezeigt wurde.

Selbsthass und Macht
„Dann hab ich die beiden Sachen unabhängig voneinander betrachtet und bin draufgekommen: Richard III. könnte von seiner Persönlichkeitsstruktur heutzutage ein School Shooter sein. Da ist ein sehr starker Selbsthass dabei, ein Nicht-mit-der-Umwelt-Klarkommen, ein Sich-an-der-Welt-rächen-Wollen und das Gefühl der Macht. Diese Begriffe kommen bei Richard III. vor und auch ganz stark bei Harris und Klebold.“

Für sein Stück verwebt Pöllmann Textzitate aus dem Perceval/Lanoye-Text mit Original-Tagebuchaufzeichnung der Littleton-Attentäter, die er im Internet gefunden hat: „Die Shooters von Columbine waren keine Monster. Das sind ganz klassische Jugendlichenprobleme, die sie dort in den Briefen beschreiben – also Dylan Klebold beschreibt das. Eric Harris ist weitaus psychotischer in seinen Texten und weitaus agressiver und gewaltbereiter. 1999 beschreibt er: Wenn sie die Technik der Zeitbomben beherrschen, werden sie alles in die Luft jagen, was sie nur finden – und es wird wunderschön sein, es wird wie der Zweite Weltkrieg, wie Vietnam, alles zusammen sein und wenn sie es irgendwie überleben, dann greifen sie New York an und bombardieren die Stadt mit einem Flugzeug, das sie entführen werden.“
Keine einseitigen Schuldzuweisungen
Die Gründe für einen Amoklauf seien zahlreich und ließen sich auch anhand der Richard-Figur aufzeigen, so Pöllmann. Das junge Publikum soll auf Hintergründe und Zusammenhänge aufmerksam gemacht werden, und zum Nachdenken angeregt werden: „Ich sehe es ganz schwierig, dass man sagt: Die bösen Computerspiele sind daran schuld, dass jetzt einer Amok läuft, nur die Gesellschaft ist schuld. Das ist immer ein Zusammenspiel aus allen Faktoren – sei es eine psychische Störung, sei es Mobbing in der Schule, sei es eine verletzte Liebe, sei es ein Hang zu Gewaltspielen am Computer. Das ist immer eine dichte Mischform aus dem allen.“

Kein erhobener Zeigefinger – darauf legen heute die meisten Theatermacher wert. So auch Michael Pöllmann, der Tanz und Musik dazu nutzt, um dem Stück die nötige Dynamik zu verleihen, aber auch, um das Innenleben der Amokläufer darzustellen.
Charaktere neutral gezeichnet
Aber läuft man mit einem trendigen Theaterstück wie diesem nicht auch Gefahr, die beiden Amokläufer als Helden, wenn auch als negative Helden, darzustellen und ihren kranken Fantasien ein Forum zu geben? Nein, sagt Pöllmann: „Wir versuchen, die beiden Charaktere ganz neutral zu betrachten, also nicht zu sagen: Das ist gut und das ist schlecht. Was sie geschrieben haben, steht einfach für sich. Wir haben immer darauf geachtet, dass diese Texte einfach für sich stehen und dass sie so neutral wie möglich von den Schauspielern erzählt werden und es ganz wenig Wertung zu den Texten gibt.“

Damit appelliert Pöllmann an ein reifes und reflektiertes Publikum. Und da die meisten Besucher im Rahmen von Schulaufführungen kommen, sind auch engagierter Lehrerinnen und Lehrer gefragt, die das Thema für weiterführende Diskussionen aufgreifen.

 

„Gespenster“ – Schauspiel

Die Presse 07.04.2010

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Der verrückte Spontandichter Edi (Michael Pöllmann) […] ein höllischer Spaß.
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Pöllmann ist authentisch in seinem närrischen Treiben, seiner Entblößung und Entblößung.